Diese Woche öffnet die Karte CHANGE unser Feld – und ich glaube, es könnte kaum einen schöneren Moment für genau diese Karte geben, denn während wir in diese neue Woche hineingehen, stehen wir gleichzeitig an einer dieser ganz besonderen Schwellen im Jahreskreis, an denen wir die Veränderung nicht nur im Kalender sehen, sondern sie beinahe körperlich spüren können.
Der Sommer beginnt langsam, sich zu verabschieden.
Nicht plötzlich und auch nicht mit einem lauten Knall, sondern auf diese ganz eigene, leise Art, mit der die Natur ihre Übergänge gestaltet. Vielleicht schenkt er uns noch ein paar warme Sonnenstunden, vielleicht sogar noch einen dieser Tage, an denen wir für einen Moment vergessen, dass der Herbst längst vor unserer Tür steht, und doch können wir bereits fühlen, dass etwas anders geworden ist. Das Licht verändert sich, die Abende kommen früher, morgens liegt manchmal schon diese erste Kühle in der Luft und selbst der Duft draußen scheint uns daran zu erinnern, dass wir uns langsam aus der hellen, offenen und nach außen gerichteten Energie des Sommers in eine andere Zeit hineinbewegen.
Etwas verändert sich.
Und vielleicht ist genau das eine der größten Weisheiten der Natur: Sie kämpft nicht gegen Veränderung, sie diskutiert nicht mit ihr und versucht auch nicht, das festzuhalten, dessen Zeit langsam vorübergeht. Sie weiß, wann es Zeit ist, zu wachsen und sich auszudehnen, wann es Zeit ist, in voller Blüte zu stehen, Früchte zu tragen und sich verschwenderisch dem Licht entgegenzustrecken – und sie weiß genauso selbstverständlich, wann der Moment gekommen ist, die Kräfte wieder ein wenig zurückzunehmen und die Energie langsam nach innen sinken zu lassen.
Kein Baum versucht verzweifelt, seine Blätter festzuhalten, weil sie doch den ganzen Sommer über zu ihm gehört haben. Er fragt sich nicht, ob es vielleicht ein Fehler war, sie wachsen zu lassen, wenn er sie nun wieder verlieren wird, und er macht aus ihrem Fallen auch keine persönliche Krise. Er lässt sie los, wenn ihre Zeit gekommen ist, weil er auf eine ganz ursprüngliche Weise etwas weiß, das wir Menschen manchmal vergessen:
Veränderung gehört zum Leben.
Und genau dazu lädt dich CHANGE in dieser Woche ein, wonderful Spirit ✨ – Veränderung nicht sofort als Verlust zu betrachten und auch nicht automatisch als etwas, das du kontrollieren, beschleunigen oder verhindern musst, sondern zunächst einmal wahrzunehmen, dass Leben überhaupt nur deshalb lebendig bleibt, weil es sich verändert.
Denn wenn wir ganz ehrlich sind, lieben wir Menschen Veränderung häufig vor allem dann, wenn wir sie selbst bestellt haben.
Wenn wir uns verlieben, eine wunderschöne Reise beginnt, eine neue Tür aufgeht, eine Idee plötzlich Gestalt annimmt oder etwas, das wir uns lange gewünscht haben, endlich in unser Leben kommt, dann können wir Veränderung wunderbar feiern. Dann sprechen wir von Neubeginn, Wachstum, Manifestation oder davon, dass sich endlich etwas bewegt.
Sehr viel schwieriger wird es, wenn das Leben beginnt, etwas zu verändern, an dem wir eigentlich noch ein bisschen festhalten wollten.
Wenn ein Mensch sich verändert, eine Beziehung ihre Form wechselt, unser Körper andere Bedürfnisse entwickelt, eine Lebensphase zu Ende geht oder wir plötzlich merken, dass etwas, das uns lange Sicherheit gegeben hat, nicht mehr so richtig zu uns passt, dann fühlt sich dieselbe Bewegung, die wir an anderer Stelle begeistert als Wachstum begrüßen, auf einmal nach Unsicherheit, Kontrollverlust oder Abschied an.
Und vielleicht liegt genau darin eine der tiefsten Einladungen dieser Karte: nicht nur zu fragen, welche Veränderung wünsche ich mir?, sondern auch den Mut zu haben, wahrzunehmen, welche Veränderung längst begonnen hat, obwohl ein Teil von mir noch versucht, am Alten festzuhalten.
Denn manchmal ist es gar nicht das Neue, das uns Angst macht.
Manchmal ist es der Gedanke daran, das Vertraute loszulassen.
Selbst dann, wenn wir tief in uns längst spüren, dass es uns nicht mehr wirklich entspricht.
Und wie passend, dass uns ausgerechnet die Natur in diesen Tagen zeigt, wie sanft ein solcher Übergang aussehen kann, denn wir stehen nicht nur vor einem Wechsel im Kalender, sondern vor einem spürbaren energetischen Wendepunkt. Der Sommer zieht sich langsam zurück, die Tage werden kürzer, das Licht verändert seine Qualität und mit dem beginnenden Herbst verschiebt sich auch unsere natürliche Bewegung mehr und mehr von außen nach innen.
Vielleicht spürst du das bereits.
Vielleicht verändert sich dein Bedürfnis nach Aktivität ganz von selbst, vielleicht möchtest du abends wieder früher nach Hause, sehnst dich nach Wärme, Kerzen, Tee, einem guten Buch oder einfach nach ein bisschen weniger Lautstärke um dich herum. Vielleicht möchtest du nicht mehr jeden freien Moment füllen, sondern beginnst wieder, die kleinen Zwischenräume zu genießen, in denen nichts passieren muss.
Und ich liebe diese Zeit genau dafür.
Denn nach all der Weite, dem Licht und der nach außen gerichteten Energie des Sommers erinnert uns der Herbst daran, dass wir nicht ununterbrochen expandieren müssen. Wir dürfen unsere Energie wieder näher zu uns holen, langsamer werden und uns nach und nach in jene Räume unseres Inneren zurückbewegen, die im Sommer vielleicht ein bisschen weniger Aufmerksamkeit bekommen haben.
Nicht als Rückzug vom Leben.
Sondern als Rückkehr zu uns selbst.
Und auch astrologisch könnte dieser Übergang kaum passender sein, denn in diesen Tagen verlassen wir die Jungfrau-Zeit und bewegen uns hinein in die Energie der Waage.
Die Jungfrau hat uns in den vergangenen Wochen eingeladen, genauer hinzuschauen, zu sortieren, zu ordnen, zu unterscheiden und vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle aufzuräumen – nicht nur in unseren Schränken, Terminkalendern und To-do-Listen, sondern ebenso in unseren Gedanken, Gewohnheiten und inneren Strukturen. Sie fragt uns, was wirklich dienlich ist, was funktioniert, was verbessert werden darf und wo wir vielleicht längst zu viel mit uns herumschleppen.
Und dann kommt die Waage und verändert den Blick.
Sie bringt eine weichere, verbindendere Qualität mit sich und erinnert uns an Harmonie, Beziehung, Schönheit, Begegnung und Ausgleich. Sie lädt uns dazu ein, nicht nur zu betrachten, was wir tun, sondern auch, wie sich unser Leben dabei anfühlt, wie wir mit anderen Menschen in Beziehung stehen und – vielleicht noch viel wichtiger – wie sehr wir selbst in unserem eigenen Leben noch vorkommen.
Denn Harmonie bedeutet nicht, dass immer alles friedlich sein muss, dass wir Konflikte vermeiden oder uns so lange anpassen, bis es allen anderen gut geht. Wahre Harmonie entsteht für mich dort, wo Innen und Außen wieder mehr miteinander übereinstimmen, wo wir nicht permanent etwas leben, das unserem eigenen Empfinden widerspricht, und wo wir beginnen, auch die feinen Verschiebungen wahrzunehmen, die uns zeigen, dass etwas wieder neu ausgerichtet werden möchte.
Und genau deshalb finde ich es so wunderschön, dass diese Waage-Energie mit der Tagundnachtgleiche zusammenfällt, diesem besonderen Moment im Jahreskreis, in dem Licht und Dunkelheit einander beinahe gleichberechtigt gegenüberstehen, bevor die dunklere Jahreshälfte beginnt und die Nächte nach und nach wieder mehr Raum einnehmen.
Vielleicht liegt darin ein Bild, das wir gerade jetzt besonders gut gebrauchen können.
Denn auch in uns braucht nicht immer nur das Licht einen Platz.
Wir müssen nicht ständig strahlen, wachsen, erschaffen und nach vorne gehen. Wir dürfen ebenso still werden, zweifeln, nach innen lauschen, uns zurückziehen, etwas noch nicht wissen und uns erlauben, in diesem geheimnisvollen Dazwischen zu sein, in dem das Alte bereits leiser geworden ist und das Neue noch keine klare Form angenommen hat.
Vielleicht besteht die Kunst gar nicht darin, eine Seite von uns zu bevorzugen.
Vielleicht besteht sie darin, beiden einen Platz zu geben.
Dem Licht und dem Schatten.
Dem Außen und dem Innen.
Dem Geben und dem Empfangen.
Dem Tun und dem Sein.
Dem Festhalten und dem Loslassen.
Der Bewegung und der Ruhe.
Und vielleicht ist genau das die Energie, mit der wir in diesen Herbst hineingehen dürfen:
Balance.
Und vielleicht ist genau das eines der schönsten Bilder, die uns diese besondere Schwellenzeit schenken kann, denn Balance bedeutet nicht, dass immer alles perfekt austariert sein muss, dass wir jeden Lebensbereich gleichermaßen im Griff haben oder uns jeden Tag gleich kraftvoll, ausgeglichen und zentriert fühlen müssen. Wahre Balance ist für mich vielmehr eine lebendige Bewegung, ein immer neues Einpendeln zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Außen und Innen, zwischen Aktivität und Rückzug, zwischen dem Wunsch, uns der Welt zu zeigen, und dem Bedürfnis, uns wieder ein wenig mehr in uns
selbst zurückzuziehen.
Vielleicht haben wir uns viel zu lange erzählt, dass wir immer gleich funktionieren müssten, dass unsere Energie jeden Tag dieselbe sein sollte, unsere Produktivität konstant, unsere Motivation zuverlässig und unsere Kraft jederzeit abrufbar. Doch wenn wir uns die Natur anschauen, erkennen wir eigentlich sofort, wie absurd diese Vorstellung ist, denn nichts in der Natur funktioniert auf diese Weise. Kein Baum blüht zwölf Monate im Jahr, keine Pflanze trägt ununterbrochen Früchte, kein Feld wird immer nur bestellt und niemals ruhen gelassen, und auch wir sind nicht dafür gemacht, uns permanent in einem einzigen Zustand zu halten.
Leben ist zyklisch.
Es gibt Zeiten, in denen wir hinausgehen möchten, in denen wir wachsen, erschaffen, feiern, reisen, lieben, tanzen, sichtbar werden und unsere Arme weit für das Leben öffnen. Und dann gibt es diese anderen Zeiten, in denen etwas in uns ganz leise beginnt, nach weniger Außen und mehr Innen zu rufen, nach einem langsameren Rhythmus, nach Wärme, Tiefe und vielleicht auch nach ein bisschen mehr Stille.
Genau diese Bewegung beginnt jetzt.
Der Herbst kommt nicht zu uns und sagt: Mach schneller, streng dich mehr an, werde noch produktiver, optimiere dich endlich. Im Gegenteil. Er erinnert uns daran, dass auch das Zurücknehmen Teil des Lebens ist, dass weniger Außen nicht automatisch weniger Lebendigkeit bedeutet und dass manchmal gerade dann, wenn es um uns herum ein wenig stiller wird, etwas in unserem Inneren endlich wieder hörbar werden kann.
Vielleicht ist deshalb die wichtigste Frage der Karte CHANGE in dieser Woche gar nicht: Was muss ich jetzt in meinem Leben verändern? Vielleicht dürfen wir die Frage viel sanfter stellen und uns zunächst einfach dafür öffnen wahrzunehmen, was sich bereits verändert hat.
Denn manchmal beginnt Veränderung lange bevor wir sie bewusst benennen können. Vielleicht fühlt sich etwas, das vor einigen Monaten noch selbstverständlich zu deinem Leben gehörte, plötzlich nicht mehr ganz stimmig an. Vielleicht merkst du, dass bestimmte Gespräche dich nicht mehr nähren, dass du an manchen Orten nicht mehr dieselbe Freude empfindest oder dass eine Sehnsucht, die dich lange begleitet hat, leiser geworden ist, während gleichzeitig etwas ganz Neues in dir auftaucht, noch zart und unbestimmt, aber dennoch deutlich genug, dass du es nicht mehr überhören kannst.
Und genau hier wird CHANGE so spannend, wonderful Spirit ✨, denn wir glauben häufig, Veränderung müsse groß sein, sichtbar, spektakulär und am besten mit einem klaren Vorher und Nachher versehen. Wir denken an einen Umzug, eine Trennung, einen neuen Job, eine neue Beziehung oder an diese eine große Entscheidung, nach der plötzlich alles anders ist. Doch die wirklich tiefen Veränderungen beginnen oft viel unscheinbarer, vielleicht nur mit diesem einen stillen Moment, in dem du plötzlich spürst:
Das möchte ich nicht mehr. Das brauche ich nicht mehr. Vielleicht bin ich das einfach nicht mehr.
Und weißt du was?
Das darf sein.
Du darfst dich verändern.
Du darfst heute etwas anders empfinden als vor einem Jahr. Du darfst eine Entscheidung, die einmal vollkommen richtig für dich war, irgendwann neu betrachten. Du darfst aus Rollen, Beziehungen, Gewohnheiten und sogar aus Träumen herauswachsen, ohne deshalb das entwerten zu müssen, was sie einmal für dich bedeutet haben.
Denn Veränderung macht die Vergangenheit nicht falsch.
Ich glaube, das ist eine der wichtigsten Botschaften von CHANGE.
Nicht alles, was endet, war ein Fehler, und nicht alles, was du irgendwann loslässt, hätte niemals Teil deines Lebens sein sollen. Manche Menschen begleiten uns für eine bestimmte Strecke unseres Weges, manche Erfahrungen öffnen etwas in uns, manche Beziehungen zeigen uns Seiten von uns selbst, die wir ohne sie vielleicht niemals kennengelernt hätten, und manche Lebensphasen tragen uns genau so lange, bis wir bereit sind, aus ihnen herauszuwachsen.
Vielleicht liegt darin auch eine der schönsten Lektionen des Herbstes, denn kein Baum betrachtet seine fallenden Blätter als persönliches Scheitern. Er versucht nicht, sie mit aller Kraft festzuhalten, nur weil sie einmal zu ihm gehört haben. Er lässt sie gehen, wenn ihre Zeit gekommen ist, und vertraut darauf, dass Loslassen nicht das Ende seines Lebens bedeutet, sondern ein Teil seines natürlichen Rhythmus ist.
Und vielleicht lieben wir gerade deshalb den Herbst so sehr, weil die Natur uns in dieser Jahreszeit zeigt, dass Loslassen sogar wunderschön sein kann. Die Blätter verschwinden nicht einfach. Sie verwandeln sich noch einmal in Gold, Kupfer, Rot und tiefes Braun, bevor sie zu Boden sinken, fast so, als würde die Natur uns zuflüstern:
Du darfst dich verändern, ohne das zu entwerten, was du gewesen bist.
Vielleicht musst du deshalb gerade überhaupt noch nicht wissen, wie deine nächste Version aussieht. Du musst nicht heute schon alle Antworten haben, keinen perfekten Plan für die kommenden Monate entwickeln und auch nicht sofort entscheiden, was aus allem werden soll. Vielleicht reicht es vollkommen aus, wenn du anerkennst, dass sich etwas in dir bewegt und du bereit bist, dieser Bewegung zuzuhören.
Und vielleicht ist genau das die Einladung dieses beginnenden Herbstes:
Mach nicht sofort wieder ein Projekt aus dir selbst.
Du musst dich nicht ständig optimieren, transformieren, heilen, entwickeln und zur nächsten vermeintlich besseren Version deiner selbst werden. Manchmal besteht Entwicklung gerade darin, für einen Moment nichts zu forcieren und stattdessen wahrzunehmen, was dein Körper, dein Herz und deine Seele dir längst erzählen.
Vielleicht möchte dein Körper mehr Ruhe, während dein Kopf noch behauptet, dass du weitermachen solltest. Vielleicht sehnt sich deine Seele nach mehr Tiefe, während dein Kalender noch voller Termine steht. Vielleicht braucht dein Herz mehr Ehrlichkeit, dein Nervensystem weniger Tempo und dein ganzes Sein ein bisschen weniger Müssen und dafür wieder mehr Raum zum Atmen.
Und vielleicht bemerkst du in den kommenden Wochen, dass du abends wieder lieber früher nach Hause möchtest, dass dich Kerzen, warme Decken, Bücher, Tee, Musik oder ein langes Gespräch plötzlich mehr anziehen als noch vor wenigen Wochen. Vielleicht möchtest du weniger überall dabei sein und dafür wieder mehr bei dir sein. Vielleicht zieht es dich zurück zu deinen Ritualen, zu deinem Körper, zu deinem Atem, zu den Dingen, bei denen du nicht funktionieren musst, sondern einfach sein darfst.
Dann folge dieser Bewegung.
Nicht, weil du dich vom Leben zurückziehst, sondern weil du dich wieder tiefer mit ihm verbindest.
Denn nach innen zu gehen bedeutet nicht, dem Leben den Rücken zu kehren. Manchmal bedeutet es genau das Gegenteil: Wir hören auf, uns permanent vom Außen ablenken zu lassen, und beginnen wieder wahrzunehmen, was unter all dem Lärm, dem Funktionieren, den Erwartungen und den vielen kleinen Anforderungen des Alltags eigentlich in uns lebendig ist.
Und hier begegnet uns auch die Waage noch einmal auf eine wunderschöne Weise, denn ihre Harmonie bedeutet für mich nicht, Konflikte zu vermeiden, immer freundlich zu sein oder dafür zu sorgen, dass es allen Menschen um uns herum gut geht. Echte Harmonie entsteht dort, wo unser äußeres Leben wieder stärker mit unserem inneren Erleben übereinstimmt, wo wir nicht permanent Ja sagen, während unser Körper Nein flüstert, wo wir nicht versuchen, etwas aufrechtzuerhalten, das uns längst Kraft kostet, und wo wir beginnen, die Balance zwischen dem, was wir geben, und dem, was wir empfangen, wieder
bewusster wahrzunehmen.
Vielleicht darfst du deshalb in dieser Woche einmal ganz liebevoll beobachten, wo dein Leben aus der Balance geraten ist. Nicht, um dich dafür zu kritisieren oder sofort etwas reparieren zu müssen, sondern einfach aus Neugier. Wo gibst du vielleicht mehr, als dir eigentlich guttut? Wo bist du so sehr im Außen, dass du deine eigene Stimme kaum noch hören kannst? Wo hältst du etwas fest, weil du Angst vor dem Raum hast, der entstehen könnte, wenn du es loslässt? Und wo weißt du tief in dir längst, dass eine Veränderung ansteht, obwohl dein Verstand noch versucht, gute Argumente dafür zu finden, alles genauso zu lassen, wie es ist?
Vielleicht ist CHANGE deshalb weniger eine Aufforderung als eine Erlaubnis.
Die Erlaubnis, dich neu kennenzulernen.
Die Erlaubnis, deine Meinung zu ändern, andere Bedürfnisse zu entwickeln und eine alte Vorstellung davon loszulassen, wer du glaubtest sein zu müssen. Du darfst etwas lieben und trotzdem weitergehen. Du darfst dankbar sein und trotzdem loslassen. Du darfst eine Zeit deines Lebens in Ehren halten und trotzdem wissen, dass sie vorbei ist.
Und vor allem musst du nicht warten, bis etwas vollkommen unerträglich geworden ist, bevor du dir erlaubst, es zu verändern.
Manchmal darfst du einfach sagen:
Es war gut. Und jetzt ist etwas anderes dran.
Ich finde, darin liegt eine unglaubliche Sanftheit.
Denn plötzlich müssen wir nicht mehr gegen unsere Vergangenheit kämpfen, um uns eine neue Zukunft zu erlauben. Wir müssen nichts schlechtreden, niemanden zum Schuldigen machen und auch unsere frühere Version nicht dafür verurteilen, dass sie andere Entscheidungen getroffen hat. Wir können einfach anerkennen, dass wir heute an einem anderen Punkt stehen.
Und genau das ist Wachstum.
Vielleicht darf CHANGE dich deshalb in dieser Woche weniger dazu bringen, darüber nachzudenken, was du alles ändern solltest, sondern vielmehr dazu, dir selbst wieder etwas aufmerksamer zuzuhören. Vielleicht setzt du dich irgendwann mit einer Tasse Tee ans Fenster, legst dein Handy für ein paar Minuten weg und beobachtest einfach, wie sich das Licht verändert, wie der Sommer langsam ausatmet und der Herbst beginnt, seinen Platz einzunehmen.
Und während du dort sitzt, musst du nichts lösen.
Du kannst einfach atmen, deinen Körper spüren und dich ganz leise fragen:
Was darf jetzt anders werden?
Vielleicht kommt sofort eine Antwort. Vielleicht auch nicht. Vielleicht zeigt sie sich erst ein paar Tage später beim Spazierengehen, unter der Dusche, in einem Gespräch oder morgens kurz nach dem Aufwachen, wenn dein Verstand noch nicht angefangen hat, alles zu kommentieren.
Vertrau darauf, dass nicht jede Antwort laut sein muss.
Manche Wahrheiten kommen auf leisen Sohlen.
Und vielleicht ist genau das dein SPIRIT BLISS ✨ in dieser Woche: nicht gegen den Wechsel anzukämpfen, sondern dich von ihm berühren zu lassen. Nicht am Sommer festzuhalten, wenn der Herbst bereits vor deiner Tür steht, und nicht an einer alten Version deiner selbst festzuhalten, wenn etwas Neues längst ganz leise in dir zu atmen begonnen hat.
Wenn du magst, nimm deshalb eine einzige Frage mit in diese Woche und lass sie dich begleiten, ohne sie sofort beantworten zu wollen:
Was darf für mich mit diesem Sommer gehen – und was möchte ich in diesem Herbst wieder näher zu mir holen?
Vielleicht ist es mehr Ruhe. Vielleicht mehr Wahrheit, mehr Tiefe, mehr Zeit für dich, mehr Verbindung zu deinem Körper oder mehr Mut, einer Veränderung zu vertrauen, die du noch nicht vollständig verstehen kannst.
Was auch immer es ist: Du musst nicht hetzen.
Der Herbst tut es schließlich auch nicht.
Er kommt Blatt für Blatt, Abend für Abend, Grad für Grad.
Und vielleicht dürfen auch wir lernen, dass Veränderung nicht immer ein Sprung sein muss.
Manchmal ist sie ein langsames Heimkehren.
Zurück zu dir.
Happy Magical Monday, du wundervolle Seele ✨
Möge dieser beginnende Herbst dich daran erinnern, dass du nicht jede Veränderung kontrollieren musst, um ihr vertrauen zu können, dass du langsamer werden darfst, ohne stehen zu bleiben, und dass Loslassen nicht bedeutet, etwas zu verlieren, sondern manchmal einfach bedeutet, wieder Platz zu schaffen für das, was als Nächstes durch dich gelebt werden möchte.
Du darfst dich verändern, wonderful Spirit.
Nicht, weil mit der Frau, die du heute bist, etwas nicht stimmt.
Sondern weil du lebendig bist.
Und vielleicht ist genau das eines der größten Geschenke von CHANGE:
Zu erkennen, dass du nicht fertig sein musst.
Dass du dich immer wieder neu entdecken darfst.
Und dass jede Jahreszeit deines Lebens ihre eigene Schönheit trägt.
I soften into change.
I release what is complete.
I trust what is becoming.
I return to myself.
Blisses & Blessings,
Kaja ✨
BREATH & CACAO ✨
Und vielleicht spürst du gerade beim Lesen, dass dieses Langsamerwerden, dieses Nach-innen-Gehen und die Frage danach, was wir wirklich noch mit uns tragen möchten, nicht nur etwas ist, worüber du nachdenken möchtest, sondern etwas, das du fühlen möchtest.
Genau dafür öffne ich am Samstag, den 28. November, von 16–19 Uhr noch einmal meinen BREATH & CACAO Raum – meine letzte Breathwork Session in diesem Jahr im RundeZeiten in der Rolfinckstraße.
Drei Stunden, in denen du das Außen für einen Moment draußen lassen darfst und nicht funktionieren, leisten, erklären oder für irgendjemanden etwas sein musst. Wir beginnen gemeinsam mit Cacao, lassen den Körper langsam ankommen und nutzen dann unseren Atem, um unter die Oberfläche zu sinken, dorthin, wo wir nicht mehr jede Empfindung analysieren, kontrollieren oder verstehen müssen, sondern uns selbst wieder unmittelbarer begegnen können.
Vielleicht gibt es etwas, das du schon lange mit dir trägst. Vielleicht etwas, das du längst verstanden hast, aber noch nicht wirklich loslassen konntest. Vielleicht spürst du auch einfach nur diese tiefe Sehnsucht danach, wieder näher zu dir zu kommen und dir selbst für ein paar Stunden den Raum zu schenken, den wir uns im Alltag so selten wirklich geben.
Slow down. Go within. Dig deeper. Heal yourself.
Für BREATH & CACAO am 28.11. sind aktuell noch 4 Plätze frei, der Energieausgleich beträgt 108 €. Wenn du beim Lesen dieses kleine innere Ja spürst, dann schreib mir einfach persönlich und sichere dir deinen Platz.
Vielleicht ist es Zeit, Veränderung nicht nur zu verstehen.
Vielleicht ist es Zeit, sie zu fühlen, zu atmen und durch dich hindurchfließen zu lassen.